Ein Artikelname sollte den Artikel so beschreiben, dass ein Mitarbeiter ihn ohne zusätzliche Informationen eindeutig identifizieren kann. Im Gegensatz zur Artikelnummer ist der Artikelname für Menschen lesbar und sollte die wichtigsten Merkmale in einer sinnvollen Reihenfolge enthalten.
Aufbau eines Artikelnamens
Ein guter Artikelname besteht aus folgenden Bestandteilen:
Produktart + Ausführung + Material + Größe + Technische Daten + Besonderheit
Beispiel 1
Kugelhahn Edelstahl DN32 Innengewinde PN16
Bedeutung:
- Produktart: Kugelhahn
- Material: Edelstahl
- Größe: DN32
- Anschluss: Innengewinde
- Druckstufe: PN16
Beispiel 2
Elektromotor 250 W 230 V Edelstahl IP65
Bedeutung:
- Produktart: Elektromotor
- Leistung: 250 W
- Spannung: 230 V
- Material: Edelstahl
- Schutzart: IP65
Beispiel 3
PVC-Rohr DN50 Grau 2 m
Bedeutung:
- Produktart: Rohr
- Material: PVC
- Größe: DN50
- Farbe: Grau
- Länge: 2 m
Beispiel 4
Schraube Sechskant M10×40 Edelstahl A2 DIN933
Bedeutung:
- Produktart: Schraube
- Kopfform: Sechskant
- Gewinde: M10
- Länge: 40 mm
- Material: Edelstahl A2
- Norm: DIN933
Empfohlene Reihenfolge
| Reihenfolge | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| 1 | Produktart | Ventil |
| 2 | Bauart | Kugelhahn |
| 3 | Material | Messing |
| 4 | Größe | DN25 |
| 5 | Anschluss | Innengewinde |
| 6 | Technische Daten | PN16 |
| 7 | Hersteller (optional) | Grohe |
| 8 | Farbe (optional) | Blau |
| 9 | Variante (optional) | Standard |
Der Artikelname ist sofort verständlich, während die Artikelnummer für eine eindeutige Identifikation und systematische Zuordnung dient.
Empfehlungen für gute Artikelnamen
- Verwenden Sie stets dieselbe Reihenfolge der Merkmale.
- Beginnen Sie mit der Produktart.
- Nennen Sie nur objektive Merkmale, keine Werbeaussagen.
- Nutzen Sie standardisierte Abkürzungen (z. B. DN, PN, IP, V, W).
- Verzichten Sie auf unnötige Begriffe wie „Top“, „Premium“ oder „Neu“.
- Halten Sie den Namen möglichst zwischen 40 und 100 Zeichen, damit er in Listen gut lesbar bleibt.
- Verwenden Sie Singularformen (z. B. „Schraube“ statt „Schrauben“).
So entsteht ein konsistenter und leicht verständlicher Artikelstamm, der sowohl im Lager als auch im Einkauf, Verkauf und in der Inventur effizient genutzt werden kann.